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ABENDSCHULE #9: Förderanträge erfolgreich formulieren

Was wollen Fördermittelgeber lesen, was nicht? Oft scheitern gute Tanz- und Theaterprojekte an umständlich formulierten Anträgen. Es scheint eine große Kunst zu sein, auf oftmals begrenztem Raum sowohl die Ziele eines Projektes als auch seine konkrete Umsetzung deutlich werden zu lassen. Schließlich müssen in jedem Fördergremium Menschen persönlich überzeugt werden.

Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit Sinn und Aufbau von Förderanträgen für die Freien Darstellenden Künste, über Zielformulierungen und Zielhierarchien, Ausschreibungsinterpretationen, Förderrichtlinien und begleitenden Maßnahmen zur Chancenerhöhung sowie mit stilistischen Fragen, wie etwa in der Kürze ein Projekt überzeugen kann.

Das Mitbringen von Projektanträgen, ist ausdrücklich erwünscht, um diese gemeinsam zu diskutieren.


Leitung: André Schallenberg (HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste) André Schallenberg arbeitete bis 2011 als freier Künstler mit Installationen, Hörstücken und Bühneninszenierungen, u.a. am Mousonturm Frankfurt, LOFFT Leipzig und Theaterhaus Gessnerallee. Von 2011 bis 2014 war er Leiter des Künstlerischen Produktionsbüros der Ruhrtriennale sowie von 2014 bis 2018 Projektleiter bei PACT Zollverein in Essen, wo er unter anderem die Gesamtprojektleitung für die Tanzplattform Deutschland 2018 innehatte. Seit vergangenem Jahr verantwortet er unter der Intendanz von Carena Schlewitt die Programmleitung Theater und Tanz in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden. Er saß in vielen internationalen Jurys, in denen es um die Vergabe von Fördermitteln ging und hat selbst zahlreiche Projekte mit Hilfe von Fördergeldern durchgeführt.


Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei.

Mit freundlicher Unterstützung von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste.


Anmeldungen
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird gebeten.

Veranstaltungszeit
Dienstag, 25.06.2019 | 19.00 – 21.00 Uhr

Veranstaltungsort
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Karl-Liebknecht-Straße 56 | 01109 Dresden


SZENE#5: Produktionssdramaturgie in den freien darstellenden Künsten Bild

SZENE#5: Produktionssdramaturgie in den freien darstellenden Künsten

Die Freie Szene gibt Impulse dadurch, dass sie ihre prinzipielle strukturelle Freiheit nutzt, die Freiheit des Theaters als Medium zu erweitern, zu testen, zu strapazieren, zu überstrapazieren. Die Freiheit, Strukturen, Hierarchien, Rollenzuschreibungen, Abläufe, Kollaborationen so zu erfinden, wie sie das jeweilige künstlerische Unterfangen braucht – und nicht umgekehrt. Florian Malzacher, ehemaliger Künstlerischer Leiter des Festivals Impulse

Die vielseitigen Darstellungs- und Produktionsformen sind eine große Stärke freier Theaterarbeit. Produktionsdramaturgie kann dabei einerseits als eine Strategie verstanden werden, künstlerisches Material in einem kreativen Prozess zu organisieren und andererseits als Vorgang, ein Projekt auf seine innerliche Notwendigkeit hin zu prüfen. Jedoch gibt es kein dramaturgisches Rezept, das sich auf jene Vielfalt an Theaterformen anwenden lässt. Jede Produktion entwirft ihre eigenen Methoden.

Was gibt es zu beachten? Wie lassen sich in verschiedenen Phasen des künstlerischen Arbeitsprozesses geeignete Perspektiven, Verfahren und Materialien zur Findung, Entwicklung und Ausarbeitung einer Idee finden und kommunizieren?

Die Werkstattreihe SZENE versteht sich als Ort des Ausprobierens, als Stätte für gemeinsame Kreation und Plattform für neue Tanz- und Theaterformen. Sie sieht sich als Training für Tänzer*innen und Performer*innen gleichermaßen und ist offen für alle Level. Dieser Workshop wendet sich an Tanz- und Theatermacher*innen, die mit Jugendlichen, Amateuren, Expert*innen des Alltags und marginalisierten Gruppierungen künstlerisch tätig sind oder sein wollen.


Leitung: Helge-Björn Meyer (Dresden / Berlin)

Helge-Björn Meyer studierte Theaterwissenschaften und Philosophie und arbeitete als Dramaturg für viele wichtige Theater, Festivalhäuser und Freie Produktionsgemeinschaften, zuletzt im März 2019 am Nationaltheater Tuzla (Bosnien-Herzegowina). Seine Dramaturgen-Tätigkeit führte ihn u.a. ans National Ballett Pristina (Kosovo), an die Oper Graz (Österreich), ans Konzert Theater Bern (Schweiz), an die Vereinigten Bühnen Bozen (Italien), zur Internationalen Tanzbiennale Venedig (Italien), ans Teatro Municipal do Rio de Janeiro  (Brasilien), ans Hebbel am Ufer Berlin, Gorki Berlin und Theater Bremen. Als Mentor betreute er junge Theatermacher*innen beim 1. Europäischen Performing Lab am Mozarteum Salzburg (Österreich), beim Festival der Dinge an der Schaubude Berlin sowie mehrfach für das Residenzprogramm flausen+. Seit April 2018 ist er als Geschäftsführer des LDKS e.V. tätig.


Die Teilnahme am Workshop kostet für LDKS-Mitglieder 10€ (Nicht-Mitglieder: 25€).

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

Im Anschluss an den Workshop lädt das LDKS anlässlich der Eröffnung des Zentrums für Darstellende Künste Chemnitz zu einem Empfang ein.


Anmeldungen
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird gebeten.

Veranstaltungszeit
Samstag, 15.06.2019 | 11.00 – 14.00 Uhr

Veranstaltungsort
Zentrum für Darstellende Künste Chemnitz | Jakobstr. 46 | 09130 Chemnitz


IMPULS#9: A Love Affair between Arts and Audiences Bild

IMPULS#9: A Love Affair between Arts and Audiences

Nicht nur in der institutionellen, subventionierte Kulturarbeit, sondern auch in der freien Szene ist es heutzutage wichtig das bestehende Publikum beizubehalten, die noch nicht erreichten Besucher*innen anzusprechen und über Barrieren hinaus ein ganz neues Publikum zu generieren.

Anhand von internationalen Best-Practice Beispielen werden Vermittlungsangebote aus unterschiedlichen Sparten betrachtet, wie diese Barrieren abgebaut, ein Publikum entwickelt und auch eine kulturpolitische Verantwortung übernommen haben. Impulsgeberin ist Diana Costa, Projektmanagerin und Kulturvermittlerin aus Wien. Gemeinsam mit ihr suchen die Teilnehmer*innen nach sinnvollen Tools und eventuellen Partnern für einzelne Projekte und überlegen welche Formate und Orte der Vermittlung sich am besten eignen.

Wie soll eine Beziehung zwischen Publikum und Kulturinstitution aufgebaut werden, wenn in unserem Privatleben es uns oft nicht gelingt? Wie kann diese Beziehung erhalten bleiben? Was sind Barrieren in der Kulturrezeption und wie können diese abgebaut werden?


Impulsgeberin: Diana Costa (Wien) 

Diana Costa ist seit 2006 als internationale Projektmanagerin, Vortragende und Kulturvermittlerin tätig. Sie hat in Berlin und Wien in leitenden Positionen für Kultureinrichtungen und freie Künstler*innen gearbeitet, die ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen und sich mit Fragen des Audience Development beschäftigen. Sie entwickelte zahlreiche Veranstaltungsformate und partizipative Projekte mit einem starken Fokus auf Community Building und Diversität.

Im Festspielhaus St. Pölten hat sie die Abteilung Künstlerische Produktion und Kulturvermittlung geleitet. Für das Arnulf Rainer Museum hat sie die Abteilung Kulturvermittlung gegründet und mehrere Jahre geleitet. Costa war Mitinitiatorin und Projektmanagerin des Internationalen Symposiums Kulturvermittlung, dass seit 2013 alle 2 Jahre in Österreich stattfindet.


Mit freundlicher Unterstützung des Societaetstheaters Dresden.

Die Teilnahme ist kostenlos.


Anmeldungen
Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird gebeten. 

Veranstaltungszeit
Mittwoch, 15.05.2019 | 19.00 – 21.00 Uhr

Veranstaltungsort
Societaetstheater Dresden | An der Dreikönigskirche 1A | 01097 Dresden


BROT_LOSE_KUNST#1 Struggle + Erfolg als Freie*r Künstler*in Bild

BROT_LOSE_KUNST#1 Struggle + Erfolg als Freie*r Künstler*in

Wir bringen das Brot. Ihr macht die Dips! Und damit es beim schnippeln nicht langweilig wird, stellen wir euch drei Expert*innen der Freien Szene zum Schnack an die Seite. Schließlich steht die Frage im Raum: Wie struggelt man richtig auf dem Weg zum Success?!

Nach einer schnellen Vorstellungsrunde geht es an den Dip-Talk! Für die drei Stationen haben wir Vertreter*innen aus dem Bereich der Visual Arts, der Performing Arts und dem Arts Management eingeladen, mit denen ihr beim entspannten schnippeln und kochen ins Gespräch kommt. Wie geht es weiter nach dem Studium? Was, wenn ich keine Aufträge bekomme? Wie mache ich Akquise und mit wem arbeite ich zusammen? Und was, wenn ich scheitere?

Am Ende essen wir alle gemeinsam bei Schorle und Flaschenbier, tauschen uns über unsere Erfahrungen aus und diskutieren gemeinsam über die noch offenen Fragen.


DIP-Talk#1: Jens Besser (Visual Arts)

Jens Besser ist Urban Artist aus Dresden. Sein Arbeitsschwerpunkt ist das Mural. Rund um das Thema Urban Art führte Besser zahlreiche Projekte in verschiedenen Sparten durch. Er sprühte bereits live bei Aufführungen des Staatsschauspiel Dresden oder performte gemeinsam mit Lyriker und VJ für das Urban Fine Arts Meeting Ruhr in Essen. Neben seiner der künstlerischen Tätigkeit organisiert er Kunstprojekte. Er ist Mitgründer und Organistor des LackStreicheKleber – Urban Art Festival Dresden und realisierte im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung Dresdens 2025 das Projekt Urban Script Continues – GhettoResidency.


DIP-Talk#2: Josefine Wosahlo (Performing Arts)

Josefine Wosahlo, Tänzerin, Dipl.- Tanzpädagogin, Produktionsmanagerin, geb. 1985 in Köthen. 2006 – 2010 Studium an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und seither freiberuflich als Tänzerin tätig. Nach verschiedenen Produktions- und Regieassistenzen im Tanz- und Musiktheaterbereich, arbeitet Josefine Wosahlo seit 2012 außerdem vermehrt auch als Produktionsmanagerin und betreut vor allem Tanzprojekte.

2013 ging aus der engen Zusammenarbeit mit Johanna Roggan die gemeinsame Gründung der Tanzcompany the guts company hervor.

Neben ihrer Tätigkeit als freie Kulturproduzentin und Tänzerin ist Josefine Wosahlo seit 2017 zudem zertifizierte GYROKINESIS® Trainerin.


DIP-Talk#3: Isolde Matkey (Arts Management)

Isolde Matkey absolvierte das Studium der Musik- und Theaterwissenschaft am Leningrader Konservatorium. Von 1983 bis 1995 war sie Dramaturgin an der Sächsischen Staatsoper Dresden, arbeitete mit renommierten Regisseur*innen und Choreograph*innen wie Joachim Herz, Ruth Berghaus, John Neumeier und Harald Wandtke. Sie realisierte die Gründung, dramaturgische Betreuung und Leitung der Kleinen Szene im Wigman-Haus sowie die Anregung von Ur- und Erstaufführungen auf dem Gebiet des Experimentellen und zeitgenösisschen Musik- und Tanztheaters an der Semperoper. 1995 startete sie in die freiberufliche Tätigkeit als Dramaturgin, Journalistin und Kulturmanagerin und gründete 1997 ihre Agentur tristan production art & event management. Im selben Jahr begründete sie für zehn Jahre das Festival TANZherbst für Frauen. Die Agentur steht seit über zwanzig Jahren für die Konzeption und Realisierung von kulturellen Großveranstaltungen, Konzerten, Theaterproduktionen und Events. Seit 2019 ist Isolde Matkey als tristan Production I Management I Event UG in Partnerschaft mit Nicole Meier.


Die neue Veranstaltungsreihe BROT_LOSE_KUNST richtet sich an Studierende und Absolvent*innen der Künstlerischen Hochschulen und Universitäten, um sie auf die freiberufliche Tätigkeit als Künstler*in vorzubereiten.  

BROT_LOSE_KUNST#1 ist eine Kooperation mit der Hochschule für Musik Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

Mit freundlicher Unterstützung des Hole of Fame Dresden.


Anmeldungen
Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird gebeten. 

Veranstaltungszeit
Dienstag, 07.05.2019 | 19.00 – 22.00 Uhr 

Veranstaltungsort
Königsbrücker Str. 39 | 01099 Dresden


LANDARBEIT#3: Theaterarbeit mit Expert*innen des Alltags Bild

LANDARBEIT#3: Theaterarbeit mit Expert*innen des Alltags

Es scheint mehr als ein die Bühnen erobernder Trend zu sein: den Bürger aus dem Alltag auf die Bretter zu holen. Am Staatsschauspiel Dresden bildet die Bürgerbühne seit 2009 eine eigene Sparte, die etwa „Faust“ mit Männern in der Midlife-Crisis inszenierte und Menschen von Erfahrungen mit Stasi oder Armee-Drill berichten ließ. Echte Menschen, die das wahre Leben auf die Theaterbühne bringen sollen – als Expert*innen des Alltags, ein Begriff, den die Gruppe Rimini Protokoll in die Theaterwelt brachte, die seit langem mit Laien arbeitet. Dass die Bürger*innen dabei ihr eigenes Ich in die Waagschale werfen, scheint Programm, das seine Kraft oftmals aus Geschichten bezieht, in denen man sich wiederfindet. Entsprechend tauchen die Begriffe Authentizität und Partizipation auf, verortet an den Stadttheatern zwischen Öffentlichkeitsstrategie, Bildungsauftrag und neuer performativer Ästhetik. Anderseits praktizieren seit vielen Jahren Amateurtheater genau diese Idee: Bürger*innen auf die Bühne! 

Wie lässt sich Theaterarbeit mit Expert*innen des Alltags organisieren? Wo stößt dieses Prinzip an Grenzen? Was lässt sich von der Bürgerbühnen-Bewegung der jüngsten Zeit ggf. für Amateurtheater lernen?  

Auskunft gibt Miriam Tscholl, die durch ihre preisgekrönte Arbeit als Leiter*in der Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden Impulse setzen konnte.


Impulsgeberin: Miriam Tscholl (Dresden) 

Miriam Tscholl wurde 1974 in Freiburg i. B. geboren und studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Am dortigen Institut für Medien und Theater war sie nach ihrem Diplom von 2004 bis 2008 als künstlerische Mitarbeiterin tätig. Inszenierungen ihrer freien Theatergruppe Werkgruppe 1 wurden auf zahlreichen europäischen Festivals gezeigt. 2009 bis 2018 leitete Miriam Tscholl die Bürgerbühne am Staatsschauspiel Dresden. Als Regisseurin arbeitete sie u. a. auch in Hannover, Berlin, Mannheim und Freiburg. Sie veröffentlichte zahlreiche Publikationen zum Thema partizipatives Theater und etablierte in der Spielzeit 2015/16 das MONTAGSCAFÉ als offenen Treffpunkt zwischen Geflüchteten und Dresdner Bürgern. Seit 2017/18 ist sie Jurymitglied des Förderprogramms 360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Bundeskulturstiftung. Sie ist zudem künstlerische Leiterin von OUR STAGE – 4. EUROPÄISCHES BÜRGERBÜHNENFESTIVAL, das vom 18. bis 25. Mai 2019 am Staatsschauspiel Dresden stattfinden wird.


Diese Veranstaltung wendet sich an Tanz– und Theatermacher*innen, Theaterpädagog*innen und Multiplikator*innen die mit JugendlichenAmateurenExpert*innen des Alltags und marginalisierten Gruppierungen künstlerisch tätig sind oder sein wollen und lädt zum Erfahrungsaustausch ein.

Mit freundlicher Unterstützung des Mondstaubtheaters Zwickau, dessen Team seit vielen Jahren erfolgreich vielfältige Tanz- und Theaterprojekte mit Amateuren initiiert.

Die Teilnahme ist kostenlos.


Anmeldungen
Um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird gebeten. 

Veranstaltungszeit
Samstag, 04.05.2019 | 11.00 – 14.00 Uhr

Veranstaltungsort
Mondstaubtheater e.V. | Horchstraße 2 | 08058 Zwickau


Wir haben für Sie Bahnverbindungen nach/ab Zwickau sowie eine Wegbeschreibung vom Hauptbahnhof Zwickau zum Mondstaubtheater zusammengestellt. 

Bei der Reiseplanung sind wir gern behilflich. Bitte wenden Sie sich an lachenicht@landesbuero-sachsen.de