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Sächsische Künstler*innen holen Höchstpunktzahl bei Juryauswahl für flausen + Residenzen 2020

Die Stipendiat*innen der flausen + Residenzen 2020 sind bekannt gegeben worden und Künstler*innen aus Sachsen ganz vorn dabei!

Wir freuen uns, dass der hervorragende Drive der sächsischen Szene, den wir als Team des LDKS – Landesbüro Darstellende Künste Sachsen im vergangenen Jahr direkt spüren konnten, auch bei flausen + auf großen Anklang traf!

Die höchste Punktzahl ging nach Leipzig an Jana Zölls Polymora mit „Make dance contemporary again!!!“ Auch die Leipziger Künstlerin Mona Hempel holte sich die Residenz als Teil der apokalyptischen tänzer*innen mit „Prometheus und der Geruch“! Allein 13 Einreichungen aus Sachsen waren beim Wettbewerb am Start und unter den Finalist*innen auch Tereza Stelzer aus Chemnitz.

Unser Geschäftsführer Helge-Björn Meyer saß in der Jury und war begeistert von der Qualität der Beiträge aller Berwerber*innen!


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Forderungspapier | Mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Darstellenden Künsten

Das Aktionsbündnis Darstellende Künste hat angelehnt an den Runden Tisch »Frauen in Kultur und Medien« von 2017 und aufbauend auf zahlreiche Gespräche der Theaterverbände einen Forderungskatalog veröffentlicht, der erste konkrete Schritte zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in den darstellenden Künsten benennt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird in dem Papier entschieden dazu aufgerufen, die Vorschläge aus dem Runden Tisch umzusetzen. Die Überwindung der tariflichen Ungleichheiten an Theatern zwischen Sänger*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen und die Sicherstellung einer geschlechterneutralen Behandlung auch der nichtkünstlerischen Beschäftigten sowie derjenigen, die außerhalb des Tarifgefüges honoriert werden, ist eine der weiteren wesentlichen Forderungen.

> Forderungspapier: Geschlechtergerechtigkeit in den Darstellenden Künsten!

Außerdem heißt es in dem Papier der Theaterverbände: Jurys, Gremien und die Leitungen öffentlicher Institutionen müssen paritätisch besetzt werden. Besetzung und Verfahren von Findungskommissionen müssen transparent sein.

„In anderen Bereichen ist man in Bezug auf Diversitätschon sehr viel weiter.Gerade beim Thema Geschlechtergerechtigkeit liegen Vorschläge auf dem Tisch. Nun gilt es zu handeln und auch bei den Darstellenden Künstenim Jahr 2019 anzukommen!“

Aktionsbündnis Darstellende Künste

Handlungsempfehlungen

aus dem Runden Tisch »Frauen in Kultur und Medien«

Nicht nur bedarf es eines höheren Frauenanteils in den leitenden und technischen Abteilungen, sondern auch eines höheren Männeranteils in der Administration sowie den Abteilungen Maske oder Kostüm. Auch in der Programmentwicklung soll Parität in allen künstlerischen Positionen angestrebt werden. Die Programme sind auf Diversität hin zu überprüfen. Dabei sollte auch die Generationengerechtigkeit in den Blick genommen werden: Frauen ab 40 sollten in den Ensembles im gleichen Maße vertreten sein wie Männer diesen Alters.

Das Aktionsbündnis fordert:

  • die Umsetzung der Ergebnisse des Runden Tisches »Frauen in Kultur und Medien«
  • Ausschüsse und Gremien in den darstellenden Künsten paritätisch zu besetzen und hier die Vielfalt der Gesellschaft und der Perspektiven widerzuspiegeln
  • Leitungspositionen an festen Häusern paritätisch zu besetzen und plurale Perspektiven zu berücksichtigen
  • Frauen und Männer in den darstellenden Künsten für gleiche Arbeit gleich zu bezahlen
  • die Überwindungder tariflichen Ungleichheiten an Theatern zwischen Sänger*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen und die Sicherstellung einer geschlechterneutralen Behandlung auch der nicht-künstlerischen Beschäftigtensowie derjenigen, die außerhalb des Tarifgefüges honoriert werden
  • das Thema Geschlechtergerechtigkeit im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu verankern und für den Bereich der Darstellenden Künste spezifische Ansätze zu entwickeln, die dieser Wechselbeziehung Rechnung tragen,
  • die Berücksichtigung von Aspekten familienfreundlicher Arbeitszusammenhänge.

> Forderungspapier: Geschlechtergerechtigkeit in den Darstellenden Künsten!


Das Aktionsbündnis Darstellende Künste ist ein Zusammenschluss, dem der Bund der Szenografen, der Bundesverband Freie Darstellende Künste, die GDBA, das ensemble-netzwerk, das regie-netzwerk, art but fair, die Dramaturgische Gesellschaft, Pro Quote Bühne sowie die Ständige Konferenz Schauspielausbildung und das Netzwerk flausen+ angehören.


Zur ersten Fast-Besucherbefragung für die freie Theater- und Tanzszene Bild

Zur ersten Fast-Besucherbefragung für die freie Theater- und Tanzszene

Um bei Überlegungen zur Größe und Struktur eines potenziellen Publikums nicht auf reine Mutmaßungen angewiesen zu sein, hat das Kulturamt der Stadt Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Tibor Kliment von der Rheinischen Fachhochschule Köln eine Fast-Besucher-Befragung für die freie Theater- und Tanzszene erstellt. Ziel der Studie war ein vertieftes Verständnis über ein unerschlossenes Besuchersegment, um auf dieser Basis möglichst greifbare Maßnahmen für die Kulturförderung abzuleiten.

Prof. Tibor Kliment hielt dazu am 06. Februar 2019 auf Einladung des Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. einen viel beachteten IMPULS#6: Zur Vermessung der Freien Szene, der Grundlage seines Beitrages für die Zeitschrift Kulturmanagement bildet.

Unter folgendem Link finden Sie das PDF zum Download.

Newsletter-Editorial | Mai 2019 Bild

Newsletter-Editorial | Mai 2019

Liebe Mitglieder, liebe Tanz- und Theaterschaffende,
sehr geehrte Damen und Herren,

im vergangenen Monat hat das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. gemeinsam mit 92 weiteren Erstunterzeichner*innen die Sächsische Erklärung der Vielen im smac – Staatliches Museum für Archäologie in Chemnitz veröffentlicht. Damit folgen wir der bundesweiten Initiative „DIE VIELEN“ und sprechen uns für die Freiheit von Kunst, Kultur und Wissenschaft aus. Und das besonders in Sachsen.

Denn Freie Theaterarbeit in Sachsen steht für eine offene Gesellschaft. Sie steht für Diversität, Gleichberechtigung und Zusammenhalt. Künstler*innen müssen in Sachsen ohne politische Einflussnahme arbeiten und ungestört leben können – unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung. Für diese Grundsätze steht das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. Denn insbesondere in Sachsen gilt es, diese Grundsätze zu leben und zu verteidigen.

Und darum rufen wir auch alle auf, sich am 19. Mai einer der bundesweit glänzenden Demonstrationen anzuschließen, z.B. in Leipzig! Unser Büro wird die Sächsische Szene auf der Unite & Shine Demo in Berlin glanzvoll vertreten. Für ein Europa der Vielen!

Neue Kooperation mit den Dresdner Hochschulen: BROT_LOSE_KUNST!

Wir wollen aber nicht nur bei den VIELEN in Sachsen und Berlin glänzen, sondern auch mit unserem neuen Veranstaltungsformat BROT_LOSE_KUNST! Dabei freuen wir uns auf die Kooperation mit der Hochschule für Bildenden Künste Dresden und der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Gemeinsam wollen wir bei BROT_LOSE_KUNST Studierende und Absolvent*innen der Künstlerischen Hochschulen und Universitäten auf eine freiberufliche Tätigkeit als Künstler*in vorbereiten.

Wir bringen dazu das Brot. Die Gäste machen die Dips! Und damit es beim Schnippeln nicht langweilig wird, stellen wir den Gästen drei Expert*innen der Freien Szene zum Schnack an die Seite. Schließlich steht die Frage im Raum: Wie struggelt man richtig auf dem Weg zum Success?! Um diese Frage zu klären, laden wir unter dem Titel BROT_LOSE_KUNST#1: Struggle + Erfolg als Freie*r Künstler*in am Dienstag, den 07.Mai alle Studierenden und Absolvent*innen der Künstlerischen Hochschulen und Universitäten in das Hole of Fame nach Dresden ein!

A Love Affair between Arts and Audiences

Aber auch erfahrende Künstler*innen stehen oft vor dem Problem: Wie soll eine Beziehung zwischen Publikum, Künstler*innen, Gruppen und Kulturinstitution aufgebaut werden, wenn in unserem Privatleben es uns oft nicht gelingt Beziehungen zu pflegen? Dazu haben wir die international gefragte Projektmanagerin und Kulturvermittlerin Diana Costa aus Wien nach Dresden geladen zum IMPULS#9: A Love Affair between Arts and Audiences. Gemeinsam mit Diana Costa wollen wir beim IMPULS#9 Akteur*innen Räume eröffnen, in denen sie sich auf die Suche nach neuen Praktiken und Formaten begeben können.

Ihre Spielstätte im Sächsischen Spielstätten-Katalog?!

Soll Ihre Spielstätte in den Sächsischen Spielstätten-Katalog? Unbedingt! Wir werden den Katalog der Sächsischen Spielstätten am 03. Juli 2019 beim APERO#3 in unserem Büro veröffentlichen. Der Katalog soll sächsischen Tanz- und Theaterschaffenden einen Überblick geben, wo und unter welchen Bedingungen sie im Freistaat Sachsen gastieren können und helfen, die Organisation von Gastspielen unterschiedlichster Tanz- und Theaterformate zu erleichtern. Um auch Ihre Spielstätte im Katalog aufnehmen zu können, bitten wir Sie den unten verlinkten Fragebogen auszufüllen und uns zurückzusenden an: meyer@landesbuero-sachsen.de.

Zu guter Letzt noch ein Veranstaltungstipp: Im Mai findet wieder das Theaterfestival OFF-EUROPA in Dresden, Leipzig und zum zweiten Mal auch in Chemnitz statt. Unter dem Titel MAPPING ISRAEL haben die Organisator*innen ein vielversprechendes Programm zusammengestellt. Wir wollen möglichst viel davon besuchen und empfehlen Ihnen es uns nachzutun!

Ihr Pascal Anselmi

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit LDKS

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Den vollständigen Newsletter für den Mai 2019 können Sie unter folgendem Link einsehen:
LDKS Newsletter | MAi 2019
Oder abonnieren die Sie den LDKS Newsletter direkt:
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Sächsische Erklärung der Vielen Bild

Sächsische Erklärung der Vielen

Das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. unterstützt die Sächsische Erklärung der Vielen. Als Teil der 93 sächsischen Erstunterzeichner*innen folgen wir der bundesweiten Initiative „DIE VIELEN“ und sprechen uns für die Freiheit von Kunst, Kultur und Wissenschaft aus. Und das besonders in Sachsen.

Denn Freie Theaterarbeit in Sachsen steht für eine offene Gesellschaft. Sie steht für Diversität, Gleichberechtigung und Zusammenhalt. Künstler*innen müssen in Sachsen ohne politische Einflussnahme arbeiten und ungestört leben können – unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft oder sexueller Orientierung. Für diese Grundsätze steht das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. Denn insbesondere in Sachsen gilt es diese Grundsätze zu leben und zu verteidigen.


Foto: Annelie Blasko/smac

Die Sächsische Erklärung der Vielen im Wortlaut

„Sachsen war ein zentraler Schauplatz auf dem Weg zur Friedlichen Revolution. Im Herbst 1989 gingen hier zahlreiche Bürger*innen aller Generationen und Bevölkerungsschichten auf die Straße, um mit ihrem friedlichen Protest Demokratie, Freiheit, Freizügigkeit und Mitspracherechte einzufordern. Ihr Motto lautete: „Wir sind das Volk!“ Die sächsischen Bürger*innen haben damals bewiesen, dass eine mit demokratischen Mitteln geführte Debatte und der Zusammenschluss demokratisch gesonnener Kräfte eine Veränderung der Gesellschaft herbeiführen können.

Heute wird das Motto der Friedlichen Revolution von Rechtspopulist*innen missbraucht, die die Werte Freiheit, Toleranz und Solidarität für ihre Zwecke instrumentalisieren. Der dabei vorhandene verächtliche Umgang mit der Menschenwürde, mit Andersdenkenden und mit engagierten Kulturschaffenden und Wissenschaftler*innen ist nicht zu akzeptieren.

Als Kulturschaffende und Wissenschaftler*innen in Sachsen stehen wir nicht über den Dingen, sondern in der Verantwortung gegenüber der deutschen Geschichte und unserer Erinnerungskultur. Wir treten ein für demokratische Werte und die Grundrechte der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit, der Religionsfreiheit sowie des Rechts auf Asyl und wehren jegliche Angriffe auf diese unverzichtbaren Wertegrundlagen unserer Gesellschaft entschieden ab.

Wir begreifen die Kultur, die Wissenschaft und ihre Einrichtungen, ihre urbanen und ländlichen Orte als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Wir verstehen Vielfalt und Weltoffenheit als Voraussetzung wie als Ziel gelebter Demokratie in Sachsen und verurteilen völkisch-nationalistisches Gedankengut und dessen Verbreitung; Diskriminierung sowie Gewalt jedweder Art.

Als unabhängige Akteur*innen im demokratischen und gesellschaftsbildenden Diskurs setzen wir uns ein für Freiräume der Fantasie und des Denkens und wehren uns gegen jegliche Vereinnahmung. Wir führen einen offenen und kritischen Dialog über undemokratische Strategien und Ziele und gestalten diesen Dialog in unseren Einrichtungen im Austausch mit dem Publikum. Uns eint die Gewissheit, dass durch das Wiedererlangen der Dialogfähigkeit und des respektvollen Umgangs miteinander eine angstfreie und lebenswerte Gesellschaft möglich ist.

Für uns ist die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft ein wesentlicher Bestandteil einer offenen, demokratischen und vielfältigen Gesellschaft, der wir uns auf dem Boden des Grundgesetzes und der Errungenschaften der Friedlichen Revolution verpflichtet fühlen. Unser Selbstverständnis ist es, für eine Gesellschaft einzutreten, in der sich alle Menschen unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, geistigen oder körperlichen Fähigkeiten, Alter oder sexueller Orientierung mit Respekt und Toleranz begegnen.

Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine ausgrenzende Politik und Ideologie an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n!“


Weitere Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen und Privatpersonen können sich der Sächsischen Erklärung der Vielen über die Homepage des Berliner Vereins „DIE VIELEN“ anschließen dievielen.de/erklaerungen oder direkt an erklaerung.sachsen@dievielen.de schreiben.