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Newsletter-Editorial | Februar 2019

Liebe Mitglieder, liebe Tanz – und Theaterschaffende,
sehr geehrte Damen und Herren,

in Leipzig fand nun am Mittwoch, den 30. Januar, tatsächlich der von der freien Kulturszene mit der Kampagne #kulturstark eingeforderte Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik statt.

Auch die Freie Szene Leipzigs darf nun von der Erhöhung der Kulturraummittel im aktuellen sächsischen Doppelhaushalt profitieren. Mithilfe der Kulturraummittel für Leipzig konnte die Deckung der Erhöhung der Zuschüsse für Freie Kulturprojekte und -institutionen um 3,6 Mio. Euro im Doppelhaushalt 2019/2020 vom Stadtrat beschlossen werden. So werden städtische Eigenbetriebe und die Freie Kulturszene endlich gleichgestellt und aus demselben Topf mitfinanziert. Unter anderem soll damit eine angemessene Honorierung freier Kulturschaffender gewährleistet werden und die freischaffenden Künstler*innen und Kulturschaffenden nicht mehr als Künstler*innen zweiter Klasse verstanden werden.

Wir wünschen uns nun, dass von Leipzig aus ein Signal in den gesamten Freistaat Sachsen gesendet wird, die Zuschüsse für die Freie Kultur zu erhöhen, um nicht nur die Vielfalt der Freien Kulturszene zu unterstützen, sondern auch eine angemessene Honorierung derer zu ermöglichen, die Projekte und Veranstaltungen zu einem starken und demokratischen Kulturstandort Sachsen beitragen. Als Reaktion auf die geplante Kulturförderung der Freien Szene für das Jahr 2019 in Chemnitz hatte das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen Mitte Januar bereits eine Bedenkenanzeige abgegeben. 

Paradigmenwechsel im Hinblick auf die Landtagswahlen 2019

Und noch ein Paradigmenwechsel fand statt. Denn nicht nur die gesamte Freie Szene ist in Leipzig solidarisch aufgetreten, auch die Politiker, die sich für die Freiheit der Kunst einsetzen und sie unterstützen. Wenn sich diese Politiker parteiübergreifend auch auf Landesebene solidarisch zeigen und zusammen für eine Mehrheit kämpfen würden, sich die freie sächsische Kulturszene solidarisch mit diesen Parteien zeigen und von ihrem Wahlrecht zur Mitbestimmung ihrer Zukunft Gebrauch machen würde, nur dann gäbe es eine Chance, auch nach dem 01. September ein SMWK zu haben, das die Freie Kultur unterstützt. Eine WIN-WIN-Situation würde entstehen, von der Politik als auch Kulturszene profitieren!

Vorerst letzte Veranstaltung der Initiative Leipzig+Kultur

Mit der letzten Aktion im Leipziger Rathaus „Die Vermessung der Welt“ endet nun vorerst die #kulturstark-Kampagne der Initiative Leipzig+Kultur und wie der Zufall es will, heißt die erste Veranstaltung des Landesbüro Darstellende Künste Sachsen im Februar ganz ähnlich. Beim IMPULS#6 wird über die Vermessung der Freien Szene und deren mögliche Auswirkungen auf die Strukturen der Kulturförderung diskutiert. Viele weitere spannende Veranstaltungen des LDKS folgen in diesem Monat, wie z.B. der IMPULS#7:Politische Performances vs. Performative Politik? mit dem Zentrum für Politische Schönheit am 13. Februar im Societaetstheater Dresden.

Nun aber steigt erstmal die Spannung, wer an diesem Wochenende den begehrten Leipziger Bewegungskunstpreis für die beste Inszenierung 2018 erhält. Alle nominierten Inszenierungen sind am 01. und 02. Februar beim Bewegungskunst – Festival noch einmal zu sehen!

Im Namen des LDKS-Teams und Vorstands wünsche ich Ihnen und Euch einen bewegten und inspirierenden Wintermonat!

Sophie Renz

Vorstand LDKS

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