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LANDARBEIT #2: Freie Theaterarbeit in ländlichen Räumen

Je älter ich werde, desto bewusster werde ich regionalistisch oder fast schon provinziell. Ich glaube, dass die Welt überall die ganze Welt ist, nicht im Sinne von heil, sondern im Sinne von komplett, dass Sie also in jedem brandenburgischen, in jedem preußischen, in jedem rheinischen Dorf die ganze Welt finden. – Heinrich Böll

Die Veranstaltung LANDARBEIT #2: Freie Theaterarbeit in ländlichen Räumen lädt am Samstag, dem 27. Oktober 2018, 11 bis 14 Uhr, Akteur*innen, Multiplikator*innen und Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung zu einer Bestandsaufnahme mit dem Ziel des Austauschs und der Vernetzung ein.

Denn die sächsische Theaterlandschaft ist einzigartig: Ein vielfältiges Angebot der Darstellenden Künste wird durch Stadt-, Staatstheater und eine Landesbühne als öffentlich getragene Kulturbetriebe ebenso wie durch die zahlreichen Freien Theater und Amateurtheater gewährleistet. Wenn über die Situation, die Probleme und Möglichkeiten von Theatern und Theaterstrukturen gesprochen wird, konzentriert sich die öffentliche Diskussion oft auf die urbanen Zentren. Doch gerade das Theater in der Fläche, die Formen darstellender Kunst in ländlichen Räumen, gewährleisten eine Verteilung von Theater und stehen im kulturpolitischen Auftrag, Teilhabechancen zu ermöglichen. Der Rolle der Freien Darstellenden Künste in ländlichen Räumen in Sachsen wurde bisher wenig Beachtung geschenkt, obwohl es eine Vielzahl von Akteur*innen gibt, die kulturpolitisch im ländlichen Raum aktiv sind.

Wie prägen freie Theatermacher*innen das Programm in ländlichen Regionen in Sachsen? Wie erreichen sie ein Publikum? Welche Projekte ermöglichen die Teilhabe an der Theaterlandschaft? Welche kulturpolitischen Aufträge wären neu zu definieren? Wie funktioniert überhaupt freie Theaterarbeit in ländlichen Räumen? Welche Inhalte stehen im Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung? Welche Formate sind diesbezüglich interessant? Wie können sie entwickelt werden?

Mit einem Impulsreferat von Almut Undisz (Geschäftsführer*in vom Theater am Rand, Zollbrücke)

Der Schauspieler Thomas Rühmann («In aller Freundschaft») und der Akkordeonist Tobias Morgenstern gründeten das Theater am Rand vor 20 Jahren in Morgensterns Fachwerkhäuschen im Oderbruch. Dort spielten sie Theater zunächst vor Freunden in der guten Stube. Inzwischen gibt es direkt daneben einen Theaterneubau mit 200 Plätzen. Pro Jahr gehen 130 Vorstellungen mit rund 25 000 Zuschauern über die Bühne. In 15 Inszenierungen spielen die beiden Theatergründer selbst, aber auch ein fester Künstlerstamm befreundeter Schauspieler und Musiker.

Veranstaltungsort: Galerie FLOX im Friese Kirschau (Oberlausitz) | Friesestr. 31 | 02681 Kirschau

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Um eine Anmeldung per Email an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird freundlich gebeten.

Mit freundlicher Unterstützung von TanzART Kirschau.