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Forderungspapier | Mehr Geschlechtergerechtigkeit in den Darstellenden Künsten

Das Aktionsbündnis Darstellende Künste hat angelehnt an den Runden Tisch »Frauen in Kultur und Medien« von 2017 und aufbauend auf zahlreiche Gespräche der Theaterverbände einen Forderungskatalog veröffentlicht, der erste konkrete Schritte zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in den darstellenden Künsten benennt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters wird in dem Papier entschieden dazu aufgerufen, die Vorschläge aus dem Runden Tisch umzusetzen. Die Überwindung der tariflichen Ungleichheiten an Theatern zwischen Sänger*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen und die Sicherstellung einer geschlechterneutralen Behandlung auch der nichtkünstlerischen Beschäftigten sowie derjenigen, die außerhalb des Tarifgefüges honoriert werden, ist eine der weiteren wesentlichen Forderungen.

> Forderungspapier: Geschlechtergerechtigkeit in den Darstellenden Künsten!

Außerdem heißt es in dem Papier der Theaterverbände: Jurys, Gremien und die Leitungen öffentlicher Institutionen müssen paritätisch besetzt werden. Besetzung und Verfahren von Findungskommissionen müssen transparent sein.

„In anderen Bereichen ist man in Bezug auf Diversitätschon sehr viel weiter.Gerade beim Thema Geschlechtergerechtigkeit liegen Vorschläge auf dem Tisch. Nun gilt es zu handeln und auch bei den Darstellenden Künstenim Jahr 2019 anzukommen!“

Aktionsbündnis Darstellende Künste

Handlungsempfehlungen

aus dem Runden Tisch »Frauen in Kultur und Medien«

Nicht nur bedarf es eines höheren Frauenanteils in den leitenden und technischen Abteilungen, sondern auch eines höheren Männeranteils in der Administration sowie den Abteilungen Maske oder Kostüm. Auch in der Programmentwicklung soll Parität in allen künstlerischen Positionen angestrebt werden. Die Programme sind auf Diversität hin zu überprüfen. Dabei sollte auch die Generationengerechtigkeit in den Blick genommen werden: Frauen ab 40 sollten in den Ensembles im gleichen Maße vertreten sein wie Männer diesen Alters.

Das Aktionsbündnis fordert:

  • die Umsetzung der Ergebnisse des Runden Tisches »Frauen in Kultur und Medien«
  • Ausschüsse und Gremien in den darstellenden Künsten paritätisch zu besetzen und hier die Vielfalt der Gesellschaft und der Perspektiven widerzuspiegeln
  • Leitungspositionen an festen Häusern paritätisch zu besetzen und plurale Perspektiven zu berücksichtigen
  • Frauen und Männer in den darstellenden Künsten für gleiche Arbeit gleich zu bezahlen
  • die Überwindungder tariflichen Ungleichheiten an Theatern zwischen Sänger*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen und Tänzer*innen und die Sicherstellung einer geschlechterneutralen Behandlung auch der nicht-künstlerischen Beschäftigtensowie derjenigen, die außerhalb des Tarifgefüges honoriert werden
  • das Thema Geschlechtergerechtigkeit im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu verankern und für den Bereich der Darstellenden Künste spezifische Ansätze zu entwickeln, die dieser Wechselbeziehung Rechnung tragen,
  • die Berücksichtigung von Aspekten familienfreundlicher Arbeitszusammenhänge.

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Das Aktionsbündnis Darstellende Künste ist ein Zusammenschluss, dem der Bund der Szenografen, der Bundesverband Freie Darstellende Künste, die GDBA, das ensemble-netzwerk, das regie-netzwerk, art but fair, die Dramaturgische Gesellschaft, Pro Quote Bühne sowie die Ständige Konferenz Schauspielausbildung und das Netzwerk flausen+ angehören.