SZENE #5: Produktionssdramaturgie in den freien darstellenden Künsten

Die Freie Szene gibt Impulse dadurch, dass sie ihre prinzipielle strukturelle Freiheit nutzt, die Freiheit des Theaters als Medium zu erweitern, zu testen, zu strapazieren, zu überstrapazieren. Die Freiheit, Strukturen, Hierarchien, Rollenzuschreibungen, Abläufe, Kollaborationen so zu erfinden, wie sie das jeweilige künstlerische Unterfangen braucht – und nicht umgekehrt. Florian Malzacher, ehemaliger Künstlerischer Leiter des Festivals Impulse


Die vielseitigen Darstellungs- und Produktionsformen sind eine große Stärke freier Theaterarbeit. Produktionsdramaturgie kann dabei einerseits als eine Strategie verstanden werden, künstlerisches Material in einem kreativen Prozess zu organisieren und andererseits als Vorgang, ein Projekt auf seine innerliche Notwendigkeit hin zu prüfen. Jedoch gibt es kein dramaturgisches Rezept, das sich auf jene Vielfalt an Theaterformen anwenden lässt. Jede Produktion entwirft ihre eigenen Methoden.

Was gibt es zu beachten? Wie lassen sich in verschiedenen Phasen des künstlerischen Arbeitsprozesses geeignete Perspektiven, Verfahren und Materialien zur Findung, Entwicklung und Ausarbeitung einer Idee finden und kommunizieren?

Die Werkstattreihe SZENE versteht sich als Ort des Ausprobierens, als Stätte für gemeinsame Kreation und Plattform für neue Tanz- und Theaterformen. Sie sieht sich als Training für Tänzer*innen und Performer*innen gleichermaßen und ist offen für alle Level. Dieser Workshop wendet sich an Tanz- und Theatermacher*innen, die mit Jugendlichen, Amateuren, Expert*innen des Alltags und marginalisierten Gruppierungen künstlerisch tätig sind oder sein wollen.
Leitung: Helge-Björn Meyer (Dresden / Berlin) Helge-Björn Meyer studierte Theaterwissenschaften und Philosophie und arbeitete als Dramaturg für viele wichtige Theater, Festivalhäuser und Freie Produktionsgemeinschaften, zuletzt im März 2019 am Nationaltheater Tuzla (Bosnien-Herzegowina). Seine Dramaturgen-Tätigkeit führte ihn u.a. ans National Ballett Pristina (Kosovo), an die Oper Graz (Österreich), ans Konzert Theater Bern (Schweiz), an die Vereinigten Bühnen Bozen (Italien), zur Internationalen Tanzbiennale Venedig (Italien), ans Teatro Municipal do Rio de Janeiro  (Brasilien), ans Hebbel am Ufer Berlin, Gorki Berlin und Theater Bremen. Als Mentor betreute er junge Theatermacher*innen beim 1. Europäischen Performing Lab am Mozarteum Salzburg (Österreich), beim Festival der Dinge an der Schaubude Berlin sowie mehrfach für das Residenzprogramm flausen+. Seit April 2018 ist er als Geschäftsführer des LDKS e.V. tätig.

Die Teilnahme am Workshop kostet für LDKS-Mitglieder 10€ (Nicht-Mitglieder: 25€).

Der Workshop findet in deutscher Sprache statt.

Im Anschluss an den Workshop lädt das LDKS anlässlich der Eröffnung des Zentrums für Darstellende Künste Chemnitz zu einem Empfang ein.


Anmeldungen
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung an lachenicht@landesbuero-sachsen.de wird gebeten.

Veranstaltungszeit
Samstag, 15.06.2019 | 11.00 – 14.00 Uhr

Veranstaltungsort
Zentrum für Darstellende Künste Chemnitz | Jakobstr. 46 | 09130 Chemnitz