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SZENE#3: Meisner Technik

„Schauspiel ist die Fähigkeit, wahrhaftig unter imaginären Umständen zu leben.“

Sanford Meisner

Die Amerikaner Sanford Meisner und William Esper waren davon überzeugt, dass Schauspieler darin trainiert werden können, einander wirklich zuzuhören, sich zu öffnen und davon ausgehend Momente auf der Bühne wirklich miteinander leben zu können, anstatt dies nur vorzugeben. Im Gegensatz zu Strassbergs Methodik geht es nicht um das Wiedererleben biographischer Moment, sondern um das Verankern im Hier und Jetzt, dem Moment-to-Moment-Game, wie Meisner und Esper es nannten. Mit dieser These, konsequenter Umsetzung und den entsprechenden Übungen wurde beide zu den revolutionärsten Schauspiellehrern weltweit.

Der Workshop gibt eine Einführung in das Grundkonzept der Meisner Technik. Dabei wird auf eine Grundübung der Meisner Technik, die Repetition eingegangen, die es Schauspieler*innen ermöglichen soll, frei von intellektuellen Prozessen, spontan und intuitiv mit dem Partner in Kontakt zu treten.

Leitung

Charlotte Puder (Leipzig)

Charlotte Puder absolvierte 2009 ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Währenddessen war sie am Staatsschauspiel Dresden zu sehen. Anschließend war sie bis 2012 fest am Theater Bielefeld engagiert. Seit 2012 arbeitet Charlotte Puder freischaffend im Bereich Film und Theater und gründete den Leipziger Raum „Hopfe“, wo bis 2018 Ausstellungen, Performances und Theatervorstellungen stattfanden. Von 2013 bis 2017 spielte sie u. a. bei den Bad Hersfelder Festspielen sowie bei den Wormser Nibelungenfestspielen und am Theater Lübeck. Neben verschiedenen Fernsehauftritten u. a. bei „Soko Leipzig“ und „Die jungen Ärzte“ unterrichtet sie seit 2017 immer wieder im Bereich Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Der Workshop ist offen für praktizierende Schauspieler*innen, Performer*innen und Tänzer*innen.

Mit freundlicher Unterstützung von stillhungry.art

Anmeldung

Der Unkostenbeitrag für eine Teilnahme beträgt 25€ für LDKS-Mitglieder (35€ für Nicht-Mitglieder). Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um eine zeitnahe verbindliche Anmeldung unter lachenicht@landesbuero-sachsen.de.

Trainingskleidung ist bitte mitzubringen.

Veranstaltungszeit

Samstag, 16.02.2019 | 11.00 – 15.00 Uhr

Veranstaltungsort

Studio Stillhungy.art| Josephstraße  49 (HH) | 04177 Leipzig

Impuls#6: Die Vermessung der Freien Szene Bild

Impuls#6: Die Vermessung der Freien Szene

Während das Publikum von Theater, Tanz und Oper inzwischen relativ gut erforscht ist, sind die möglichen, aktuell aber noch nicht gewonnenen Besucherinnen und Besucher (Fast-Besucher) dieser Angebote noch relativ unerforscht. Um bei Überlegungen zur Größe und Struktur eines potenziellen Publikums nicht auf reine Mutmaßungen angewiesen zu sein, hat das Kulturamt der Stadt Köln im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Tibor Kliment von der Rheinischen Fachhochschule Köln eine Fast-Besucher-Befragung für die freie Theater- und Tanzszene erstellt. Ziel der Studie war ein vertieftes Verständnis über ein unerschlossenes Besuchersegment, um auf dieser Basis möglichst greifbare Maßnahmen für die Kulturförderung abzuleiten.

Zu welchen Erkenntnissen kam die Studie? Welches Besucherpotential für die freie Szene wurde durch diese Studie sichtbar? Welche Diskussionen löste die Studie in Köln aus? Welchen Nutzen haben statistische Erhebungen für die Freie Szene? Lässt sich diese Methode für Sachsen anwenden?

Referent:

Prof. Dr. Tibor Kliment (Rheinische Fachhochschule Köln)

Prof. Dr. Tibor Kliment ist Professor für Empirisches Medien- und Kulturmanagement an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Er studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an Universität Bochum und promovierte an der FU Berlin. Er hatte Lehraufträge an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen, u.a. an der Universidad Nuevo Mundo/ Mexico City. Seine fachlichen Schwerpunkte sind Marketingforschung, Evaluationsstudien und Kommunikationsplanung.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Dresden.

Anmeldung

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir Sie jedoch, sich vorab per Mail unter lachenicht@landesbuero-sachsen.de anzumelden .

Veranstaltungszeit

Mittwoch, 06.02.2019 | 19.00 – 21.00 Uhr

Veranstaltungsort

Kulturrathaus Dresden | Königstraße 15 | 01097 Dresden

IMPULS#7: Politische Performances vs. Performative Politik? Bild

IMPULS#7: Politische Performances vs. Performative Politik?

Wie kaum ein anderes Künstlerkollektiv sorgt das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) mit seinen streitbaren Aktionen für massenmediale Aufmerksamkeit. Ob die Säulen der Schande vor dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke, ob der Transport von Berliner Mauerkreuzen an die EU-Außengrenze nach Bulgarien oder jüngst Soko Chemnitz – eines kann der Rezipient dabei nicht sein, nämlich gleichgültig. Zugleich ist jede Aktion Inszenierung und zielt auf realpolitische Verhältnisse ab. Und das nicht im geschützten Theaterraum, sondern in der Wirklichkeit.

Wie plant und organisiert das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ihre Performances? Wo verorten sie sich künstlerisch? Was wollen sie bewirken?

Referentin:
Cesy Leonard (Stabschefin des Zentrums für Politische Schönheit, Berlin)

Cesy Leonard (Künstlerin, Filmemacherin) leitet gemeinsam mit drei Mitstreiter*innen das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) in Berlin. Neben der kreativen Konzeption der Aktionen und der Leitung des ZPS Filmdepartment, etablierte sich Cesy Leonard zu einer gefragten Dozentin im In- und Ausland, u. a. an der Yale Law School, am Goethe Institut Los Angeles, an der HfBK Hamburg und Filmakademie Baden-Württemberg. Nach einer Schauspielausbildung in Berlin folgten Engagements in TV, Film und Theater. 2009 begann sie erste eigene Filme zu drehen. Diese Arbeiten führten sie 2010 zum Zentrum für Politische Schönheit (ZPS), welches ihre künstlerische Heimat wurde. Ihr Film „Schuld – die Barbarei Europas“ gewann 2012 den Web Video Award, „Montags Tanzen“ lief 2015 unter anderem auf dem Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken. Seit 2014 lässt sie die Aktionen des Zentrums für Politische Schönheit mit Kameras begleiten.

Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir Sie jedoch, sich anzumelden und beim Einlass Ihre Anmeldebestätigung sowie Ihren Lichtbildausweis vorzuweisen.

Diskriminierende, rassistische und antisemitische Symbole, Zeichen und Äußerungen sind untersagt. Besucher*innen, die dagegen verstoßen, kann Hausverbot erteilt werden.

Mit freundlicher Unterstützung des Societaetstheaters Dresden.

Anmeldung
Bitte bis zum 05. Februar 2019 unter folgendem Anmeldeformular.

Veranstaltungszeit
Mittwoch, 13.02.2019 | 19.00 – 21.00 Uhr

Veranstaltungsort
Societaetstheater Dresden | An der Dreikönigskirche 1A | 01097 Dresden

HAUSBESUCH#1: Kulturamt Leipzig Bild

HAUSBESUCH#1: Kulturamt Leipzig

Wie ist die Verwaltung aufgebaut? Wer arbeitet wo und auf welchem Tätigkeitsgebiet? Was passiert mit (m)einem Antrag auf Projektförderung? Wie wichtig im komplexen Umgang mit öffentlichen Mitteln ist korrektes Arbeiten? Wie viele Antragsgebiete werden bearbeitet? Welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Wer verbirgt sich hinter dem Namen der Sachbearbeiter*in? Welche Ansprüche hat die Verwaltung an Projekteinreichungen? Das Stellen von Fragen ist ausdrücklich erwünscht!

Gastgeber*innen: Antje Brodhun (Abteilungsleiterin Kulturförderung), Christina Heuer (Sachbearbeiterin Darstellende Kunst/Literatur)

HAUSBESUCH#1 ist eine neue Veranstaltungsreihe des Landesbüros Darstellende Künste Sachsen e.V., bei der sich Vertreter*innen aus den freien darstellenden Künsten und aus Kulturverwaltungen in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld gegenseitig besuchen, um in einen engeren Austausch zu geraten. Dabei geht es um die Sensibilisierung für Anforderungen, Vorgänge und Zusammenhänge des jeweiligen Tätigkeitsfeldes, um Respekt vor geleisteter Arbeit unter vorgegebenen Rahmenbedingungen und um die Personalisierung von Ansprechpartner*innen. Dadurch soll ein Verständnis für spezifische Herausforderungen und Bedingungen des jeweils anderen Arbeitsgebietes geschaffen werden.

Dem Hausbesuch schließt sich ein Gegenbesuch der Verwaltungsmitarbeiter*innen in Probenorten der Freien Szene an.

Anmeldung
Bitte an Maike Lachenicht: lachenicht@landesbuero-sachsen.de

Veranstaltungszeit
Donnerstag, 17.01.2019 | 15.00 – 17.00 Uhr

Veranstaltungsort
Kulturamt Neues Rathaus | Martin-Luther-Ring 4 – 6 | 04109 Leipzig

DIVERS! Zukunftslabor Inklusion + Darstellende Künste in Sachsen Bild

DIVERS! Zukunftslabor Inklusion + Darstellende Künste in Sachsen

Was ist ein inklusives Theater? Reichen dafür schon eine Rollstuhlrampe oder eine Induktionsschleife für Gehörlose aus? Natürlich nicht. Aber wie sieht ein inklusives, diverses und partizipatives Theater aus? Wie lässt es sich gestalten & umsetzen?

Diesen Fragen wird das Zukunftslabor DIVERS! am 19. Dezember 2018 in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste einen Tag lang in Lectures, Performances, Panels und Workshops auf den Grund gehen. Dazu wollen wir Sie herzlich einladen – gemeinsam mit der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste.

Theoretiker*innen, Aktivist*innen und Künstler*innen werden an diesem Tag erstmals in Sachsen ihre Arbeitsansätze, Methoden und Erfahrungen über Inklusion und Darstellende Künste zur Diskussion stellen. So wird etwa der Wiener Choreograf Michael Turinsky die körperliche Vielfalt im Feld der choreografischen Komposition diskutieren. Oder Gerda König (A 13 tanzcompany, Köln) gemeinsam mit Jenny Coogan (Palucca Hochschule, Dresden) in einem Workshop verschiedene Ansätze zu Diversity in der künstlerischen Ausbildung in den Mittelpunkt stellen. Neben der theoretischen Annäherung werden Performances eine konkrete Umsetzung des inklusiven Gedanken anbieten, etwa eine Intervention des Farbwerk e.V. oder die Performance um(2)räumen von Wagner Moreira.

Das komplette Programm finden Sie unter hellerau.org.

Von 10.00 – 13.00 stehen Gebärdensprachdolmetscher*innen von Scouts – Gebärdensprache für Alle zur Verfügung.

Das gesamte Programm wird von Gebärdendolmetscher*innen begleitet. Sollten Sie darüber hinaus besondere Bedürfnisse haben, so teilen Sie uns dies gern in Ihrer Anmeldung mit!

Anmeldung bis 14. Dezember an Maike Lachenicht | lachenicht@landesbuero-sachsen.de

Veranstaltungszeit
Dezember 2018 | 10.00 Uhr – 20.00 Uhr

Veranstaltungsort
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste | Karl-Liebknecht-Str. 56 | 01109 Dresden

DIVERS! ist eine Kooperation des Landesbüros Darstellende Künste Sachsen e.V. mit der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich des Landesverbandes Soziokultur Sachsen e.V. und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste.