Neues Gesprächsformat des LDKS startet am 15. Mai 2018 in Dresden mit „Konfliktuelle Kulturpolitik – Über neue Akteur*e, Allianzen und Arenen in Berlin und darüber hinaus“ Bild

Neues Gesprächsformat des LDKS startet am 15. Mai 2018 in Dresden mit „Konfliktuelle Kulturpolitik – Über neue Akteur*e, Allianzen und Arenen in Berlin und darüber hinaus“

Das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. lädt am Dienstag, dem 15. Mai 2018, 19 Uhr, ins Societaetstheater Dresden zur neuen Gesprächsreihe IMPULS ein, die zum Austausch über aktuellen Fragen zeitgenössischer Kunstproduktion und Kulturpolitik anregen soll.

Den Auftakt bestreitet Dr. des. Friederike Landau, die sich dem gegenwärtig deutschlandweit diskutierten Themenfeld „Konfliktuelle Kulturpolitik – Über neue Akteur*e, Allianzen und Arenen in Berlin und darüber hinaus“ widmen wird.

Kultur als öffentliches Gut ist unstritten. Abgesehen von Fragen nach Ästhetik und Autonomie wird Kunst zum politischen Gegenstand, wenn es um die prägendenden Effekte von Kulturpolitik auf die Arbeits- und weitgehend auch Lebensbedingungen von freischaffenden Künstler*innen geht.

Der Vortrag verortet städtische Kulturpolitik als Terrain von konfliktbehafteten Aushandlungsprozessen, in denen Kulturschaffende die Mittel und Ziele von Kulturpolitik selbst zu artikulieren versuchten. Obwohl wertebasierte Konflikte unter Künstler*innen, oder zwischen Künstler*innen und politischen Akteure*n der Verwaltung und Politik fortbestehen, zeigt der Berliner Fall der ‚Koalition der Freien Szene‘, wie Konsens und politische Veränderung in Form temporärer Zusammenarbeiten und Vergemeinschaftungen entstehen konnte. Der Fall der Berliner Koalition zeigt, wie ‚die Freie Szene‘ gemeinsam mit Akteure*n der Verwaltung und Politik ins Gespräch kam, die Rolle und materielle Position von Kultur in der Stadtpolitik zu diskutieren. Anhand des Fallbeispiels erfolgt eine kritische Genealogie und Analyse eines neuen kollektiven Akteur*s im kulturpolitischen Feld, die auch über den lokalen Berliner Kontext hinaus Fragen nach Effekten und Formen der politischen Mobilisierung und Interessensvertretung stellt. Im Hinblick auf lokale oder regionale Bewegungen in Sachsen wollen wir diskutieren, wie die politische Organisation freischaffender Künstler*innen Macht- und Bedeutungsgefüge ihrer jeweiligen Kulturlandschaft – temporär und/oder langfristig – verschieben können.

Dr. des. Friederike Landau (*1989) ist politische Theoretikerin und Stadtsoziologin. In ihrer Dissertation (2015-2017) beschäftigte sie sich mit den politischen Organisations- und Repräsentationspraktiken freischaffender Berliner Künstler*innen sowie mit deren Einwirkungsstrategien auf die Berliner Kulturpolitik. Im Rahmen dieser Analyse näherte sich Friederike konzeptuell der Frage, wie neue Formen der politischen (Selbst-)Organisation von zivilen Akteur*en aussehen können, um politische Ergebnisse und Maßnahmen zu erzielen, die für sämtliche betroffene Teilnehmer*innen politischer Prozesse als legitim und gerecht erachtet werden. Friederike forscht und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kultur- und Stadtentwicklungspolitik, (künstlerischen) Interventionen im öffentlichen Raum und neuen Momenten des Politischen in einem angeblich postpolitischen Zeitalter. Sie lehrt an der Fachhochschule Erfurt.

Moderation: Helge-Björn Meyer, Geschäftsführer des Landesbüros Darstellende Künste Sachsen e.V.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, die Teilnehmendenzahl allerdings begrenzt. Interessierte melden sich bitte ausschließlich per E-Mail (meyer@landesbuero-sachsen.de) bis spätestens zum 8. Mai 2018 verbindlich an.

Dank gilt dem Societaetstheater Dresden sowie tristanPRODUCTION Dresden für die freundliche Unterstützung der ersten IMPULS-Ausgabe.

Sächsische Amateurtheatertage SATT Bild

Sächsische Amateurtheatertage SATT

Die Sächsischen Amateurtheatertage (SATT) sind ein landesweites, dreitägiges  Festival des sächsischen Amateurtheaters allen Genres und Altersgruppen. An jährlich wechselnden Orten werden jeweils eine ortsansässige Theatergruppe oder eine Einrichtung als Kooperationspartner einbezogen. Eingeladen werden zwischen vier und sieben Gruppen, wobei die Bewerbung und Teilnahme nicht an eine Verbandsmitgliedschaft geknüpft sind. Die SATT finden unter einem jährlich wechselnden Motto statt. weiterlesen