Willkommen im Team

Maike Lachenicht übernimmt zum 1. Mai 2018 das Projektmanagement im Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. Geboren 1990 in Marsberg (Nordrhein-Westfalen) und aufgewachsen in Korbach (Hessen), studierte sie Soziologie an der Georg-August-Universität in Göttingen, um an der Universidad del Rosario Bogotá (Kolumbien) ein Aufbaustudium in Kulturmanagement anzuschließen. Nach einer einjährigen beruflichen Tätigkeit in einem Beratungsunternehmen für Human- und Business- Development absolvierte sie erfolgreich ein Masterstudium in Culture, Arts & Media an die Leuphana Universität Lüneburg. Ihre Erwartungen formuliert sie wie folgt: „Ich freue mich sehr darauf, die Szene der Darstellenden Künste in Sachsen tiefer kennenzulernen und diese – in Zusammenarbeit mit Helge-Björn Meyer – proaktiv mitzugestalten.“

LATS-Mitglied ist für den Deutschen Amateurtheaterpreis nominiert

Die bühne – das Theater der TU Dresden ist mit der Inzenierung „Burning Walls And Urgent Calls“ für den Deutschen Amateurtheaterpreis amarena in der Kategorie Schauspiel nominiert. Die Inszenierung von Matthias Kammerer gehört damit zu den 15 von 189 Bewerbungen ausgewählten Theaterarbeiten, die für die Jury „exem­pla­ri­sch für das aktu­el­le deut­sche Ama­teur­thea­ter ste­hen und gleich­zei­tig weg­wei­send und impuls­ge­bend“ sind. Der Preis wird in fünf Kategorien am 29. September 2018 in Leipzig vergeben.

Informationen: http://bdat.info/projekte/amarena/deutscher-amateurtheaterpreis/

 

 

 

 

 

 

Neues Gesprächsformat des LDKS startet am 15. Mai 2018 in Dresden mit „Konfliktuelle Kulturpolitik – Über neue Akteur*e, Allianzen und Arenen in Berlin und darüber hinaus“

Das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V. lädt am Dienstag, dem 15. Mai 2018, 19 Uhr, ins Societaetstheater Dresden zur neuen Gesprächsreihe IMPULS ein, die zum Austausch über aktuellen Fragen zeitgenössischer Kunstproduktion und Kulturpolitik anregen soll.

Den Auftakt bestreitet Dr. des. Friederike Landau, die sich dem gegenwärtig deutschlandweit diskutierten Themenfeld „Konfliktuelle Kulturpolitik – Über neue Akteur*e, Allianzen und Arenen in Berlin und darüber hinaus“ widmen wird.

Kultur als öffentliches Gut ist unstritten. Abgesehen von Fragen nach Ästhetik und Autonomie wird Kunst zum politischen Gegenstand, wenn es um die prägendenden Effekte von Kulturpolitik auf die Arbeits- und weitgehend auch Lebensbedingungen von freischaffenden Künstler*innen geht.

Der Vortrag verortet städtische Kulturpolitik als Terrain von konfliktbehafteten Aushandlungsprozessen, in denen Kulturschaffende die Mittel und Ziele von Kulturpolitik selbst zu artikulieren versuchten. Obwohl wertebasierte Konflikte unter Künstler*innen, oder zwischen Künstler*innen und politischen Akteure*n der Verwaltung und Politik fortbestehen, zeigt der Berliner Fall der ‚Koalition der Freien Szene‘, wie Konsens und politische Veränderung in Form temporärer Zusammenarbeiten und Vergemeinschaftungen entstehen konnte. Der Fall der Berliner Koalition zeigt, wie ‚die Freie Szene‘ gemeinsam mit Akteure*n der Verwaltung und Politik ins Gespräch kam, die Rolle und materielle Position von Kultur in der Stadtpolitik zu diskutieren. Anhand des Fallbeispiels erfolgt eine kritische Genealogie und Analyse eines neuen kollektiven Akteur*s im kulturpolitischen Feld, die auch über den lokalen Berliner Kontext hinaus Fragen nach Effekten und Formen der politischen Mobilisierung und Interessensvertretung stellt. Im Hinblick auf lokale oder regionale Bewegungen in Sachsen wollen wir diskutieren, wie die politische Organisation freischaffender Künstler*innen Macht- und Bedeutungsgefüge ihrer jeweiligen Kulturlandschaft – temporär und/oder langfristig – verschieben können.

Dr. des. Friederike Landau (*1989) ist politische Theoretikerin und Stadtsoziologin. In ihrer Dissertation (2015-2017) beschäftigte sie sich mit den politischen Organisations- und Repräsentationspraktiken freischaffender Berliner Künstler*innen sowie mit deren Einwirkungsstrategien auf die Berliner Kulturpolitik. Im Rahmen dieser Analyse näherte sich Friederike konzeptuell der Frage, wie neue Formen der politischen (Selbst-)Organisation von zivilen Akteur*en aussehen können, um politische Ergebnisse und Maßnahmen zu erzielen, die für sämtliche betroffene Teilnehmer*innen politischer Prozesse als legitim und gerecht erachtet werden. Friederike forscht und arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kultur- und Stadtentwicklungspolitik, (künstlerischen) Interventionen im öffentlichen Raum und neuen Momenten des Politischen in einem angeblich postpolitischen Zeitalter. Sie lehrt an der Fachhochschule Erfurt.

Moderation: Helge-Björn Meyer, Geschäftsführer des Landesbüros Darstellende Künste Sachsen e.V.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, die Teilnehmendenzahl allerdings begrenzt. Interessierte melden sich bitte ausschließlich per E-Mail (meyer@landesbuero-sachsen.de) bis spätestens zum 8. Mai 2018 verbindlich an.

Dank gilt dem Societaetstheater Dresden sowie tristanPRODUCTION Dresden für die freundliche Unterstützung der ersten IMPULS-Ausgabe.

Studie wurde in Berlin vorgestellt: „Freie darstellende Künste und Kulturelle Bildung im Spiegel der bundesweiten Förderstrukturen“

Aron Weigl, Geschäftsführer des Wiener Forschungsinstituts EDUCULT, präsentierte gemeinsam mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste in den Berliner Sophiensälen am 16. Mai 2018 eine Studie über „Freie darstellende Künste und Kulturelle Bildung im Spiegel der bundesweiten Förderstrukturen“. Diese Publikation liefert einen grundlegenden Beitrag zu gegenwärtigen Diskussionen und stellt ein einmaliges Nachschlagewerk mit aktuellen Förderoptionen im Feld der Kulturellen Bildung dar. Sachsen gehörte zu den sechs ausgewählten Bundesländern, deren Förderinstrumente für Kulturelle Bildung untersucht wurden. Daraus ergeben sich Handlungsvorschläge für die Akteur*e ebenso wie für Gestalt*er aus Politik und Verwaltung in Sachsen, beispielsweise: „Mittels Infrastruktur und Anbindung sowie angemessenen Honoraren sollte eine strukturelle Verankerung von Vermittlungsangeboten unterstützt werden.“ (S. 158f.)

Die lesenswerte, weil informative Studie ist als PDF auf der Homepage des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste e.V. downlodbar: https://darstellende-kuenste.de/images/freieDK_dokumenteNR3-Studie-3-2018_tf_K1_small.pdf